Kreistagssitzung vom 09.03.2023 – Was wird aus Schleusingen?

Am Donnerstag war ich mit der BZH- Fraktion wieder im Kreistag für euch! Dort gab es u.a. die Entscheidung, dass das Seniorenzentrum in Schleusingen „Am Weißen Berg“ geschlossen wird. Außer den 8 „rechten“ Gegenstimmen, haben alle anderen dafür gestimmt! Ein paar wenige haben sich zwar „enthalten“, aber nur mit einer aktiven NEIN-Stimme hätte man die Schließung verhindern können. Die paar „Enthaltungen“ sind im Endeffekt auch eine Art passive Zustimmung gewesen. Der Bürgermeister von Schleusingen A. Henneberg, der auch im Kreistag ist, fehlte bei dieser Abstimmung. Von ihm hätte man eigentlich erwarten müssen, dass er auf seine Kollegen der „Freien Wähler“ einredet, um so die Schließung abzuwenden. Kein anderer Termin an diesem Tag wäre als Vertreter für die Schleusinger Bürger wichtiger gewesen als dieser! Aber Fehlanzeige. Auch die anderen Schleusinger Vertreter wie A. Brodführer und K. Brodführer (CDU), sowie T. Franz (SPD) aus Hinternah stimmten für die Schließung. Ich stellte natürlich einige Nachfragen an Regiomed Geschäftsführer Musick. Auch stellte ich fest, dass es eigentlich eine „Fake“-Abstimmung ist, denn es wurden schon alle Bewohner bis auf 5 verlegt! Das muss man sich mal vorstellen, der Kreistag soll darüber entscheiden, aber die Tatsachen schafft man schon im Vorfeld. Was für mich natürlich ein Beleg ist, dass diese ganze Aktion schon länger geplant ist. Was wäre denn gewesen, wenn der Kreistag mit „Nein“ gestimmt hätte? Hätte man die Senioren wieder zurückverlegt? Die Antworten blieb man mir leider schuldig. Anstatt die Zimmer weiter aufzustocken und gezielt Personal mit guten Aktionen zu werben, damit alles finanziell ausgelasteter wird, macht man einfach alles dicht. Viele wissen ja bereits, wie schwer es eh schon ist, an einen guten Platz zu kommen. Zeitgleich veschwinden aus dem Krankenhaus auch noch die letzten medizinischen Einrichtungen. Was für ein Zufall? Oder wurde eher mit Absicht alles platt gemacht? So wie man auch schon das Krankenhaus Hildburghausen Stück für Stück verkleinerte und Leistungen einsparte.

Ich stellte Herrn Müller auch konkrete Nachfragen, ob es nun ein Asylheim werden soll. Ihr könnt davon ausgehen, wenn es keine bautechnischen Probleme oder anderen Dinge gibt, die dagegen sprechen würden, dann kommt es genau so. Die Pläne, das Asylheim dort zu installieren existieren, einen genauen Zeitplan konnte er mir aber nicht nennen. Auch fragte ich, ob es andere Objekte gibt, die noch in Frage kommen, dies verneinte er. Was weiterhin dafür spricht, ist folgender Aspekt: Regiomed muss die nächsten Jahre an die Besitzgesellschaft die volle Miete bezahlen, auch wenn diese das Seniorenheim schließt. Die bezahlen dann lieber „voll“ ein leerstehendes Gebäude. Aus den Vertrag kommt Regiomed quasi nur raus, mit einem neuen Mieter. In den Aufsichtsräten sitzen übrigens u.a. Landrat T. Müller und K. Brodführer (beide CDU). Bei einem Asylheim wird das Geld ja vom Bund durchgereicht. Ihr wisst also, wohin der Hase nun laufen soll….

Im nächsten Jahr sind Kommunalwahlen, ich hoffe ihr seht nun endlich, wer eure Interessen vertritt und wer diese mit Füßen tritt.